Ich bin im Sarganserland aufgewachsen und habe in jungen Jahren in Graubünden das Diplom in psychiatrischer Krankenpflege SRK erlangt. Nach zwei Jahren in der akutpsychiatrischen Pflegepraxis bekam ich die Möglichkeit, an der Schule für Pflege im psychosozialen Bereich als Unterrichtsassistent tätig zu werden. Es folgte die Ausbildung zum Berufsschullehrer im Gesundheitswesen und einige Jahre Lehrtätigkeit im Fachbereich Pflege, ebenfalls in Graubünden.
Ich habe beruflich immer nach neuen Entwicklungsmöglichkeiten Ausschau gehalten, dabei auch zur Seite geschaut. Als Berufsschullehrer konnte ich meine kreative Seite zwar teils zum Ausdruck bringen, doch dies reichte mir nicht. Ich wollte mein wachsendes Bedürfnis nach gestalterischem Arbeiten stillen und herausfinden, wie es mir gehen würde, wenn ich diesem entsprechend Raum und Zeit gäbe. Der Versuch, mich einen Tag in der Woche dem kreativen Schaffen zu widmen, hat mich schnell dazu bewegt, in diese Richtung weiterzugehen. So kam ich zum Studium der bildenden Kunst an der F+F Schule für Kunst und Design. Kurz nach dem Diplomabschluss kam meine Tochter zur Welt, ich arbeitete Teilzeit als Pflegefach-person und unterrichtete in Zürich und Graubünden. Gleichzeitig realisierte ich diverse künstlerische Projekte.
In den letzten Jahren habe ich in zwei unterschiedlichen Tagesstätten im Atelierbereich gearbeitet. Dort konnte ich meine gestalterischen und beraterischen Kompetenzen verbinden. Die Vielfalt an Lebensthemen sowie die künstlerischen Ausdrucks- und Herangehensweisen, welche mir in dieser Zeit begegnet sind, haben mich nachhaltig geprägt und meine persönliche Entwicklung beein-flusst. Dass ich meine eigenen Brüche und schwierigen Lebens-themen aufgearbeitet habe, ist Teil meiner Erfahrungen. Diese konnte ich zunehmend als prägende Erkenntnisse integrieren und in meine Arbeit einbeziehen. Ich lebe mit meiner Partnerin und meiner Tochter in Zürich.